So funktioniert es
Zuerst bringen wir eine blaue Farbstofflösung in die Zahnfleischtasche, den Wurzelkanal oder auf die Wunde. Der Farbstoff lagert sich an die Bakterien an. Nach kurzer Einwirkzeit wird die Stelle mit einem Lichtleiter bestrahlt, rotes Licht einer bestimmten Wellenlänge, das den Farbstoff aktiviert. Dabei entsteht Sauerstoff in einer Form, die die Zellwand der markierten Bakterien zerstört. Körpereigenes Gewebe ohne Farbstoff bleibt unberührt. Die Bestrahlung dauert pro Stelle etwa eine Minute; Sie spüren dabei in der Regel nichts.
Wann wir das Verfahren einsetzen
- bei der Parodontitisbehandlung, nach der Reinigung der Zahnfleischtaschen, besonders bei tiefen Taschen oder wiederkehrenden Entzündungen
- in der Nachsorge, wenn einzelne Stellen erneut entzündet sind
- bei Entzündungen um Implantate herum
- bei Wurzelkanalbehandlungen zur zusätzlichen Desinfektion
- bei schlecht heilenden Wunden, etwa nach einer Zahnentfernung
Was das für Sie bedeutet
- Oft ohne Antibiotikum. Bei vielen Patienten lässt sich durch die Lichtbehandlung auf ein begleitendes Antibiotikum verzichten, gut für Sie und gegen Resistenzen.
- Schonend. Kein Schneiden, keine Betäubung nötig, kein Gewebeverlust. Die Behandlung ist in der Regel kaum spürbar.
- Wirksam gegen resistente Keime. Das Verfahren wirkt physikalisch, nicht über ein Medikament, Resistenzen spielen keine Rolle.
- Wiederholbar. Die Anwendung kann bei Bedarf in der Nachsorge wiederholt werden.
Eine Grenze gibt es: Die Lichtbehandlung ersetzt die mechanische Reinigung nicht, sie ergänzt sie. Und sie ist für gesetzlich Versicherte in der Regel eine Privatleistung, deren Kosten wir Ihnen vorher nennen.